ZUMA BEACH-e-book

Zuma Beach©®
  Thorsten Passek
Kriminalroman
Mint Verlag, 2011
Explosiv, charmant und voller Humor.

Spannende Unterhaltung auf 330 Seiten.

  AMAZON KINDLE   

BEAM BOOKS

Sonne, Spaß und Supergirls – das vermutet man bei kalifornischen Privatdetektiven mit einer Agentur direkt am Strand.
Doch neben durchtrainierten Beach Beauties bekommen sie es auch mit einem  stinksauren Huhn bei einer Autopanne zu tun. Sie erleben spannende Abenteuer mit  einem dubiosen Sextelefon Girl, mit  Bobby Bahama, der nur auf rothaarige Callgirls steht, ihrer attraktiven Vermieterin und einem schmierigen Gigolo.
Das Team arbeitet immer mit vollem Körpereinsatz. Dazu gehört auch Undercoverarbeit, was der sexy Dana nicht immer leicht fällt.
Die Crew muss mit den Launen reicher Konzernchefinnen fertig werden, mit kriminellen High Speed-Skatern und Low Rider Cholos.
Ständig muss die Crew  brenzlige Situationen meistern.
Eine sexy Wahrsagerin sieht Morde voraus, ein Supermodel wird bedroht und Geiselgangster sind zu allem entschlossen.
Das farbenfrohe Team voller gegensätzlicher Charaktere sorgt für reichlich Reibung:
Der eine Partner ist sensibel, die Lady zynisch, der dritte ist ein Draufgänger.
Wenn diese explosive Mischung auf die verrückten Exzentriker Südkaliforniens trifft, entsteht humorvolle Spannung auf 330 Seiten:
Zuma Beach©®
Thorsten Passek
Mint Verlag 2011

Exklusiv als e-book

 LESEPROBEN:

Misty, die Chefin der Klatschagentur begrüßte die beiden freundlich:
"1,98, tätowiert und gebaut wie der Terminator? Seid Ihr sicher, dass ihr einen Fotografen und keinen WWF-Wrestler sucht?"
Sie checkte ihre Unterlagen:
"Nein, in der letzten Zeit hat niemand neues Material von Cassidy angeboten, das wüsste ich..."
"Was heißt denn das Dollarzeichen da?" fragte Tyreese
"Ein Geldschuss. Damit haben wir gut verdient, Titelseite vom Enquirer und exklusiv auf TMZ.
Cassidy und Colin Farrell in leidenschaftlicher Umarmung in einem Luxus Hotel auf St. Barth..."
"Das ist doch gar nicht Colin Farrell!" widersprach Mick nach einem prüfenden Blick.
"Ich weiß" grinste Misty, "aber er sieht ihm schon sehr  ähnlich, oder? Ist ein Undercover Bulle aus St. Barth und sie haben sich auch nicht umarmt… aber mir reichte die Ähnlichkeit..."
"Aha und bis jemand klagt habt Ihr schon abkassiert, nicht wahr".
"Genau. Mein Boss fand es zu riskant und wollte es verhindern. Daraufhin wurde er gefeuert und ich bekam seinen Job."
Mick und Tyreese bemühten sich um ein höfliches Lächeln. Das Geschäft mit Paparazzifotos war knallhart und schmutzig. Nur wer wirklich berühmte Stars in wirklich verfänglichen Situationen "abschießt" kassiert das große Geld.
"He Jungs, wenn Ihr Lust habt, könnt ihr für mich arbeiten, wie wär's?
Ein bisschen herumschnüffeln, das macht ihr doch jetzt schon für deutlich weniger Kohle und .... mal sehen was Ihr dabei so alles findet...?"
Mick: "Wie wär’s denn mal  mit der Wahrheit?"

Misty: "Genau. Warum nicht mal was anderes....?"

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Nachdem sie am angebotenen Kaffee genippt hatte, begann sie zu erzählen:
"Es geht um 2000 Dollar die mir eine Frau namens Fran Cicorelli schuldet. Sie ist verschwunden. Es ist nicht die Welt, aber ich habe dafür hart gearbeitet."
"Und um was für eine Arbeit handelte es sich, wenn ich fragen darf?" Dana  hatte da eine Vermutung.
"Nun, kennen sie diese 0900-Nummern?"
Alle drei sahen sich gegenseitig an, T’s Blick wich den anderen beiden aus.
Mick behielt ihn streng  im Auge als er sagte:
"Sie meinen Telefonsex, so zwischen 4 und 6 Dollar die Minute, nicht war Mr. Banks...?"
Der reagierte entrüstet:
"So in etwa, ich kenn' das ja auch nur aus der  Werbung die nachts dafür läuft..."
Addie erklärte:
"Das zahlen die Kunden, die Mädchen bekommen bloß einen kleinen Teil als Umsatzbeteiligung. Keine Garantie- oder Stundenlohn.
Es ist Schauspielerei, die geben einem sogar Drehbücher für die Rolle, die man spielt...die einsame Hausfrau, das minderjährige Schulmädchen oder die verschärfte Nachtkrankenschwester..."
Sie demonstrierte eine Probe ihres Könnens und sprach nun mit einer hohen, weichen, babyhaften Stimme, die so klang als ob sie nicht bis drei zählen könnte:
"...oh hallo Süßer, hier ist Candy...ich habe mir so gewünscht, dass Du anrufst...weiß Du, ich bin hier ganz alleine und spiele so an mir herum...."

Die Drei waren sehr beeindruckt und bestätigten ihr großes Talent.

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Dana  und Grant Styles saßen im Pool des Clubs. Er massierte sie, dabei schnurrte sie wie eine Katze:
"Oh, das fühlt sich aber gut an....hör' nicht auf...machst du eigentlich auch Hausbesuche?"
Er massierte, als hinge sein Leben davon ab:
"Hausbesuche sind meine Spezialität, Baby...wo wohnst du denn?"
"In Bel-Air ."
"Hübsch..."
"Ja, hübsch einsam. Ich will das Haus verkaufen. Zu viele Erinnerungen, verstehst du? Du kennst nicht zufällig jemanden, der 10 Millionen anlegen will?"
"Ich werd' mich mal umhören."
Ein Schatten fiel auf die Beiden.
"Wie wär's wenn sie sich auch umsehn gingen, und zwar möglichst lange?!?"
Dana  kannte diese Stimme. Darum übertrieb sie jetzt ihr schnurren und hauchte:
"Oh Grant... warum hörst Du jetzt auf, das war doch schön...“
Und mit genervtem Blick auf den Ankömmling:
„…wer sind Sie denn?"
"Bond. Robert Bond..." sagte Mick blasiert.
"Bond? Kommen Sie, das glauben Sie doch selber nicht. Haben Sie mich beobachtet?"
"Sie überschätzen sich, Lady. Ich habe jemand anders beobachtet, aber Sie waren dauernd im Weg..."
Mick segelte einen  strammen Kurs.
Grant war unterdessen aus dem Pool geglitten und hatte sich bei Margo beschwert.
Er war außer sich. Jemand wagte es, in "seinem Revier“ zu jagen!
Margo beruhigte ihn und ging zu Mick, der sich gerade ein blitzendes Wortgefecht mit Dana  lieferte.
"Entschuldigen Sie bitte, Mr....?"
"Bond."
"Robert Bond…" äffte ihn Dana  abschätzig  nach „…ich wäre gerührt, wenn Sie sich endlich verschüttelten!“
Mick blitzte sie missbilligend an.
"Darf ich Sie eine Minute sprechen, Sir?"
Margos' Blick duldete keinen Widerspruch.
"Das hier ist mein Club und ich will, dass Sie verschwinden."
"Offen gesagt, Mrs. Curtis, den Eindruck hatte ich..."
Mick blieb cool und in seiner blasierten Rolle.
"Es gibt noch andere Clubs am Strand. Der hier ist schon vergeben."
Margo Curtis klang schneidig, während sie verlogen zu einigen Gästen hinüber lächelte.
"Ach wissen Sie, das sehe ich anders. Konkurrenz belebt das Geschäft, sage ich immer. Ich bleibe. Und jetzt entschuldigen Sie mich, Sie beginnen mich zu langweilen. Guten Tag."
Mick ließ sie stehen. Die Clubmanagerin kochte vor Wut.

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Runkin war ein nervöser Bursche, bei dem man jede Art von Wette platzieren konnte, ein Buchmacher, der die Quote von allem und den Wert von nichts kannte.
Für Mick ließ der kettenrauchende Bookie sein Geschäft kurz ruhen.
Mick rief Tyreese an um die aktuelle Position der Skater zu erfahren.
Sie trieben sich am Strand herum und gaben mit spektakulären Tricks an. Bald standen zahlreiche  Zuschauer um sie herum. Es fiel also gar nicht auf, als Mick, Tyreese und Pebbles einen Blick riskierten.
Pebbles kannte sie alle:
"Die Braut da, Margo Vanders, sieht immer noch geil aus. Freestyle Champion vor drei Jahren. Wurde verhaftet, weil sie im nächsten Jahr ihre Konkurrentin verprügelt hat, ein Riesenskandal....der Sehnige  mit dem Piratentuch war zweimal hintereinander Landessieger; ist 'out' weil er zuviel Pulver zieht..."
Pebbles machte die Schnüffelbewegung für Kokain.
"Und der da ist glaub ich Deutscher, Robert Gunkel, der Kerl mit dem Irokesenschnitt... wegen Doping aus dem Finale geflogen. Zur Erfrischung hat er kurzerhand den Doktor verprügelt...ein reizende Truppe... was machen die alle auf einem Haufen?"
Mick deutete auf Todd, den Jungen mit den scharfen Konturen und den langen Haaren.
"Ein Neuling, Sandreen heißt er, ständig in Schwierigkeiten..."
"Taugt er was als Skater?"
"Ich will es mal so ausdrücken: Wenn du ihn zu dem Preis kaufen würdest den er wert ist und zu dem Preis verkaufen könntest, den er glaubt, wert zu sein, könntest du dich zur Ruhe setzen..."
Tyreese behielt die Gruppe im Auge und Mick schlenderte mit Pebbles über die Promenade. Der holte sich erst mal zwei extra große Hamburger und bot Mick einen an. Der lehnte dankend ab und Pebbles futterte ihn selber.
"Schön blöd, die sind super, die Jumbo-Burger! Warum willst'n das eigentlich alles wissen, Mick?"
"Irgendwas stimmt da nicht. All diese Typen...steht irgendwo ein Wettkampf an, bei dem die mitmachen?"
"Offiziell bestimmt nicht, da würden die aber auch alle gar keine Starterlaubnis kriegen…“
Er grinste verschlagen:
“…und wenn's inoffiziell wäre, wüßt’ ich’s als Erster...!"
Er mampfte zufrieden seine fettigen Burger.
"Da steht in der nächsten Zeit gar nix an…du,was anderes: wie läuft'n eigentlich deine Schnüffler-Bude, Mick?"
"Gut, wieso?"
"Weil die Wetten 5 zu 2 stehen, dass ihr den Bach 'runtergeht..."

                                                                                       (...)